kunstfreunde lüdenscheid


album

Aktionen, Treffen, Museumsbesuche und Ausflüge der Kunstfreunde. Außerdem: Ein Schlaglicht auf Projekte vor Ort.


nov´19
Dokumentarfilm bei den Kunstfreunden
Einen höchst aufschlussreichen Abend haben die Kunstfreunde Lüdenscheid mit dem Produzenten, Autor und Regisseur Axel Fuhrmann in den Museen verbracht. Fuhrmann zeigte im Rahmen einer kleinen Vorpremiere seinen Dokumentarfilm „Der Raum vom Gesamtkunstwerk“. Der Zweiteiler wird voraussichtlich Anfang kommenden Jahres im Fernsehen auf „ARTE“ gesendet. Es geht um Wechselbeziehungen von Kunst, Oper und Architektur. Fuhrmann durchschreitet dabei die Historie, gibt an entschiedenen Stellen tiefen Einblick in die Entwicklung. So ging es vom Dekorativen hin zur naturalistischen Bühnenmalerei und bis zu Wagners Vorstellung vom Gesamtkunstwerk, einer Vereinigung der Einzelkünste im Theater, eine Gemeinschaft der Schaffenden und Schauenden. Wider das grelle Bühnenlicht seiner Zeit machte sich der Schweizer Adolphe Appia (1862-1928) auf, „gestaltendes Licht“ zu setzen, wollte rhythmische Räume schaffen, die Wahrnehmung der Zuschauer erweitern, schuf Lichtarchitektur. Zeitgenosse Serge Djagilew konnte Henri Matisse, Coco Chanel, Pablo Picasso und Natalja Gontscharowa für die Gestaltung von Bühnenbildern gewinnen. Hierzulande verfügte das „Bauhaus“ über eine eigene Theaterabteilung. „Oper steht immer im Dialog mit anderen Künsten“, heißt es im Film, aber auch, dass die Zukunft der Oper neuer Verbindungen zu Gegenwart und Zukunft bedarf.

Sendetermine für die Dokumentation „Der Traum vom Gesamtkunstwerk“:
ARTE
Teil l - 12. 01. 2020 - 11.15 - 11.45 Uhr
Teil ll - 19. 01. 2020 - 11.15 - 11.45 Uh

29.11.19

Bericht: LN
Kunstfreunde erneut auf den Spuren August Mackes

Vor einigen Monaten hatten die Kunstfreunde Lüdenscheid (KFL) das Vergnügen, in Bonn das Wohnhaus August Mackes und das daran angefügte neue Macke-Museum zu besichtigen. Folgerichtig ging es nun zu den sauerländischen Wurzeln des berühmten expressionistischen Malers. Der architektonisch hoch interessante durchaus eigenwillige und nach Meinung mancher Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Wegeführung noch etwas verwirrende Anbau des Sauerland-Museums in Arnsberg feiert seine Eröffnung mit der ambitionierten Ausstellung „August Macke – Ganz nah“. Die Kunstfreunde durften an diesem Tag sogar besonders nah an den familiären Bedingungen und Entwicklungen der Familie Macke teilhaben. Denn Dr. Til Macke, Enkel des Künstlers, war zu einem Podiumsgespräch mit der Kuratorin der Ausstellung, Frau Dr. Ina Ewers-Schultze, geladen worden und schilderte viele Einzelheiten, Daten, Fakten und auch Anekdoten ausgehend von der frühen Kindheit des in Meschede geborenen Künstlers über Stationen in Paris, am Tegernsee und schließlich Bonn bis hin zu seinem Tod gleich zu Beginn des ersten Weltkriegs. Deutlich war zu spüren, dass sich das Auditorium dieser früh ausgebuchten Veranstaltung tief in die Zeit des beginnenden 20. Jahrhunderts hineinziehen ließ. Es herrschte eine Stimmung hochkonzentrierter Aufmerksamkeit für die Ausführungen des mittlerweile achtzigjährigen Beschützers und Verwalters des großväterlichen Nachlasses. Manche für Sammlungen oder Museen hochwillkommene Schenkung ist Dr. Til Macke zu verdanken. Im Anschluss an das Gespräch ließen sich die Kunstfreunde durch die Ausstellung in den neuen Räumen führen. Gern betrachtete man die so sehr gerühmten und beliebten Aquarelle und Ölbilder des Malers, doch genauso interessiert entdeckte man früheste Zeugnisse außerordentlicher gestalterischer Begabung aus Kindheit und Jugendzeit und lauschte den umfangreichen historisch-informativen Erläuterungen zu den zahllosen zusätzlich präsentierten zeitgenössischen Dokumenten zu Mackes Lebenslauf. Kaffee, Kuchen und engagierte Gespräche in einem netten Café in der Arnsberger Altstadt beendeten diese wiederum außergewöhnliche Fahrt der Kunstfreunde hin zur Kunst.

Text: Arnd Fiedler
Fotos: Werner Schäfer
jul´19
Kunstfreunde im Macke-Haus und auf der Drachenburg
Die Kunstfreunde Lüdenscheid (KFL) betraten quasi Neuland. Am vergangenen Wochenende fuhren sie ins Rheinland, um innovativen und bewahrenden Aufgaben von Architektur zu begegnen. Das Macke-Museum und Schloss Drachenburg waren die Ziele. Ausstellungshäuser für Kunst müssen eine Anforderung äußerst akribisch erfüllen: die klimatischen Bedingungen der Räume dürfen den Zustand der präsentierten Objekte auf gar keinen Fall gefährden. Das heißt, in der Regel herrscht bei allen Wetterbedingungen eine für den Besucher angenehme Temperatur. Welch eine Wohltat für die Lüdenscheider Kunstfreunde, die Bonn und Königswinter bei Außentemperaturen bis 39° besuchten. Und tatsächlich spielte bei der Architekturbetrachtung des Macke-Hauses in Bonn die Erläuterung der technischen Herausforderung an eine akzeptable Klimatisierung eine große Rolle. Denn bei dieser Exkursion ging es nicht in erster Linie um die Bilder an der Wand, sondern eher um die Wand selbst als Träger für Kunst. Aufmerksam, erstaunt und begeistert folgten die Teilnehmer den informativen, sach- und fachkundigen „Insiderinformationen“, die sie von ihrem in diesem Fall hochqualifizierten Führer erhielten. Wer kennt ein Projekt besser als der architektonische Begleiter desselben? Thomas Kaldewey, Partner im Lüdenscheider Architekturbüro KKW, verwies in seinen Ausführungen darauf, dass die Architektur auch als die „Mutter der Künste“ bezeichnet werde. Folgerichtig hatte er sich bereit erklärt, den KFL-Mitgliedern einen Einblick in seine Architektentätigkeit im Bereich von Kunst, Kultur und Denkmalschutz zu gewähren und diese spannend und sichtlich engagiert zu erläutern. Eine weitere architektonische Herausforderung, der er sich seit Jahren mit großem Einsatz stellt, ist die äußerst aufwendige Restaurierung und Rekonstruktion von Schloss Drachenburg in Königswinter, direkt am Aufstieg zum Drachenfels gelegen. In seinem durch Bildmaterial ergänzten Bericht über die historische Entwicklung des Bauwerks vom Glanz der Gründerzeit über wechselnde Nutzungen hin zu drohendem Verfall und Ankauf durch Land und Stiftung NRW nannte Thomas Kaldewey die Vorgaben für eine dem Denkmalschutz entsprechende Erhaltung bzw. Wiederherstellung. Anhand aufwendig entwickelter Zeichnungen konnte die ursprüngliche Architektur wieder weitgehend nachvollzogen werden. Die Lüdenscheider Kunstfreunde waren beeindruckt von den vielen sichtbaren Zeugnissen hervorragender Bau- und Handwerkskunst. Ein heißer Tag endete mit kühlen Getränken und Eis bevor man zufrieden im angenehm klimatisierten Bus die Rückfahrt mit Gesprächen über das Gesehene und Erfahrene ausfüllte und am Abend Lüdenscheid erreichte.

29.07.2019

Text: Arnd Fiedler
Fotos: Werner Schäfer
nov´18
Galeriegespräch zum Thema „Was ist Kunst“
Natürlich konnte diese Frage auch an diesem Abend nicht ansatzweise schlüssig beantwortet werden. Doch wurde schnell deutlich, wie vielfältig, spannend, erregend, enttäuschend, Neugierde weckend und auch ungerecht dieses große Gebiet menschlicher Kulturgeschichte sein kann, sein darf und sein muss. Ein gelungener Abend, der das Bedürfnis nach weiteren Begegnungen ähnlicher Art geweckt hat.

22.11.2018 
okt´18
Vernissage
der Ausstellung LISA GÖTZE / structures und Märkisches Stipendium für Bildende Kunst 2019 im Fach Plastik

19.10.2018
sep´18
Vernissage
der Ausstellung KUNST DAMALS! – Von OP bis POP

08.09. 2018 
aug´18
Sommer-Gartenfest
im Skulpturengarten bei gutem Wetter, kühlem Wein, köstlichen Kleinigkeiten und bester Laune

28.08.2018 
jul´18
Kunstfreunde Lüdenscheid (KFL): Eine Kunsttour zwischen Provokation und Meditation

Am vergangenen Sonntag bewegten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der jüngsten KFL-Kunsttour zwischen zwei extrem unterschiedlichen Positionen zeitgenössischer Kunst: Marina Abramović schockierte, erstaunte und überzeugte mit ihren radikalen und häufig höchst umstrittenen Performances in der Bundeskunsthalle Bonn, Gotthard Graubner verblüffte und verzauberte mit seinen von fernöstlicher Philosophie inspirierten „Farbraumkörpern“ im Arp-Museum Bahnhof Rolandseck in Remagen. In der Ausstellung „The Cleaner“ beweist Abramović, wie weit eine Kunst Schaffende in der Lage ist, sich an die eigenen physischen und psychischen Grenzen heranzutasten, Zeit- und Raumbedingungen zu ignorieren, den Betrachter bzw. Zuschauer in einem nicht fassbaren Zustand zwischen Abscheu und Bewunderung gefangen zu halten und letztlich selbst eher zurückhaltende Sauerländer zu der Aussage zu verleiten: „Eine der eindrucksvollsten Ausstellungen seit Langem“. Nach recht kurzer Fahrt durfte dann eine wirklich notwendige Mittagspause am sonnigen Rheinufer oder im Restaurant des kultur- und architekturhistorisch bedeutsamen „Prominentenbahnhofs“ Rolandseck aus der Mitte des 19. Jahrhunderts genossen werden. Gut erholt wurden die Kunstfreundinnen und -freunde auf dem Weg zum zweiten Programmpunkt des Tages mit dem Gegensatz von Rheinischer Spätromantik zu modernster Museumsarchitektur konfrontiert. Unter den Gleisen hindurch führen zwei Tunnelbauten à 40 m Länge zum ebenfalls 40 m hohen Zubringerschacht. „Eine quasi in die Erde hinein gebaute Sakralarchitektur“ erläuterte die eloquente Führerin. Nach der ersten Unterführung überrascht als Intermezzo der „Rausch der Farbe“: die Präsentation einer Auswahl von Werken von Tiepolo bis K. O. Götz aus der Sammlung Rau in der Kunstkammer Rau. Dann folgen die zweite Tunnelröhre und ein gläserner Aufzug. Das vom amerikanischen Stararchitekten Richard Meier entworfene, wunderbar mit Licht, Raum und umgebender Natur spielende, Gebäudeensemble ist eine perfekte Umgebung für die eher großformatigen „Kissenbilder“ bzw. „Farbraumkörper“ des 2013 verstorbenen Gotthard Graubner, der zu den wichtigsten abstrakten Malern der Gegenwart gezählt werden muss. „Mit den Bildern atmen“ ist der Titel der Ausstellung. Und die KFL-Touristen ließen sich nur allzu gern auf die von Transparenz, Leichtigkeit und Farbhaftigkeit geprägte Atmosphäre ein und spürten dabei: KFL-Touren sind immer besondere Touren!

01.07.2018

Text: LN
jun´18
Finissage
der Ausstellung FLAT VOLUMES in Anwesenheit der Künstlerinnen

24.06.2018 
märz´18
Fahrt
ins Atelier Thomas Koch und zur Siepmann-Ausstellung in Mülheim/Ruhr

25.03.2018 
Vernissage
der Ausstellung FLAT VOLUMES

23.03.2018 
nov´17
Fahrt
nach Herford und Ahlen

12.11.2017 
aug´17
Führung 
durch den Skulpturengarten

30.08.2017
Sommerfest
im Skulpturengarten

22.08.17
mai´17
Kunstsalon
der KFL in der städtischen Galerie 

10.05.2017
apr´17
Fahrt
nach Essen und Duisburg:
2 starke Künstlerinnen; Maria Lassnig im Folkwang-Museum Jana Sterbak im Lehmbruck-Museumick 

23.04.2017
Künstlergespräch
mit Hermann Josef Hack und Andreas Pohlmann von der Städtischen Galerie, den KFL und dem Lions Club Medardus

06.04.2017
feb´17
Atelierbesuch
bei Tom Groll

18.02.2017
dez´16
Nikolausabend bei Winklers
Ein gemütlicher Abend mit vielen anregenden Begegnungen und Gesprächen. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an die großzügigen Gastgeber.

06.12.16
nov´16
Fahrt
nach Hagen ins Karl-Ernst-Osthaus-Museum und Emil-Schumacher-Museum

10.11.2016
okt´16
Fahrt
nach Bochum ins Kunstmuseum und „Museum unter Tage“ Haus Weitmar

02.10.2016

aug´16
Mediterranes Sommerfest
in den Museen mit KFL-Beteiligung

28.08.2016